De Martin Jansen Scheepswerf

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Mitte der 1920er Jahre gingen die Auftragszahlen für die Emder Nordseewerke rapide zurück. Für den allergrößten Teil der Belegschaft gab es daher auf absehbare Zeit keine Arbeit mehr. In dieser Situation wollten zwei Mitarbeiter des Unternehmens, Martin Jansen und Karl Kronenmann, ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und aus ihrer Not eine Tugend machen. Kurzerhand gründeten die beiden Maschinenbaumeister 1926 in Westrhauderfehn ihre eigene Werft. Schon ein Jahr darauf wurde mit der Henriette der erste Neubau der Jansen Werft zu Wasser gelassen. In den folgenden Jahren sollten zahlreiche weitere Schiffe folgen.

1950 wurde es für die Werft zu eng in Westrhauderfehn, weshalb der Betrieb kurzerhand nach Leer auf die Nesse umsiedelte. Dort konnten deutlich größere Schiffe gebaut und die Werftanlagen erweitert werden. In den folgenden Jahren machte sich die Werft einen Namen beim Bau von Spezialschiffen in zahlreichen Varianten.

Ende der 1980er Jahre gingen die Neubauaufträge deutlich zurück und das Unternehmen geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Alle Versuche, diese zu überwinden, scheiterten und die Leerer Werft war gezwungen am 1. Juli 1987 Konkurs anzumelden. In der 61 jährigen Geschichte des Unternehmens wurden insgesamt 190 Schiffe mit rund 160.000 BRT gebaut und abgeliefert.

Das Wirtschaftsarchiv Nordwest hat zu diesem Unternehmen einen wichtigen Aktenfund machen können. Dieser liefert wichtige Informationen über die Geschichte der Werft und die dort gebauten Schiffe. Mit dieser Hilfe wird es besser möglich sein, die Erinnerung an den Schiffbau in Leer auch für zukünftige Generationen zu erhalten.




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